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Nacktschnecken im Garten

Seit einigen Jahren macht sich in unseren Gärten eine besondere Art Nacktschnecke breit. Sie frisst geliebte Blumen, junge Gemüsepflanzen, sogar Tomaten, junge Lilien und und und. Um was für eine Schnecke handelt es sich hier?
Als Jungtier ist sie gräulich-gelb, als erwachsene Schnecke ist sie braun. Sie ist auffällig durch ihren extrem glitschigen Schleim, der sich nur schwer abwaschen lässt.


Wir sprechen hier von der Spanischen Wegschnecke.

Die Spanische Wegschnecke wurde Ende der 70iger Jahre nach Deutschland aus Portugal und Spanien eingeschleppt, wahrscheinlich als Zusatz bei importierten Lebensmitteln.
Sie ist an eine warme Umgebung gewöhnt, auch längerwährende trockene Perioden machen ihr nichts aus. Sie gräbt sich ein wenig unter die Erde ein, ist von der Sonne geschützt und findet unter der Erde noch ausreichend Feuchtigkeit. Desweitern lebt sie gern an Stengeln von Pflanzen, unter denen sie sich ebenfalls versteckt. Gutes Beispiel: Löwenzahn. Bei grösseren Pflanzen kann man gleich mehrere Exemplare lebender Schnecken finden.

Die Spanische Wegschnecke liebt also hohe Gräser und Pflanzen als Lebensraum.
Sie hat im Grunde genommen in unserem Land keine natürlichen Feinde. Normalerweise werden Schnecken von Vögeln, Igeln und anderen Kleintieren gefressen und werden so auf natürliche Art reduziert. Bei der Spanischen Wegschnecke ist dem nicht so. Zum einen ist sie für viele Tiere zu glitschig aufgrund des Schleimes. Zum anderen schmeckt die Schnecke extrem bitter, was viele Tiere davon abhält, sie zu fressen. So kann sie sich ungehindert weiter vermehren - es sei denn, der Mensch sagt ihr den Kampf an und versucht, sie nachhaltig zu reduzieren bzw. davon abzuhalten sich explosionsartig zu vermehren.

Wege zur Schneckenabwehr - kein Bier!

Wichtig zu wissen: die Spanische Wegschnecke kann die meisten ihrer Nahrungsmittel bis zu 50 Meter weit riechen. Dazu gehören natürlich alle Pflanzen an erster Stelle, aber auch Bier! Bier zieht diese Art von Schnecke förmlich in Ihren Garten. Sie ertrinken zwar davon, was nützt es, wenn sie sich vorher in ihrem Garten satt gefressen und sogar 400 Eier gelegt haben um dann in einer Bierfalle zu enden?


Desweiteren: die Spanische Wegschnecke gehört zu den Kannibalen und frisst ihre toten Weggenossen auf. Das bedeutet, wenn Sie Schnecken in Ihrem Garten töten, lassen Sie sie auf gar keinen Fall liegen sondern entsorgen sie diese im Müll!
Junge Gemüsepflanzen oder Blumen können Sie z.B. mit Niempulver bestreuen. Die Schnecken können sich gerade wegen des vielen Schleims nicht auf den Pflanzen halten, sie würden das Pulver mit dem Schleim im Körper aufnehmen, werden fressfaul und legen an Ort und Stelle keine Eier ab. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Sie Ihre Beete giessen, die Blätter mit Niempulver bestreuen. Nach ca. 5 Minuten kommen die Schnecken aus der Erde gekrochen und Sie können sie einsammeln. Damit Sie nicht jeden Tag vor den Beeten stehen müssen, bestreuen Sie die Erde mit Niemsamen oder arbeiten Niempresskuchen in den Boden ein. Der ausströmende starke Duft schreckt die Schnecken ab und sie betreten das behandelte Beet nicht mehr.
Auf diese Art können Sie an erster Stelle Ihre Pflanzen und Ihr Gemüse schützen. Die im danle-shop angebotenen Niem-Rohstoffe können bedenkenlos im Garten eingesetzt werden. Sie enthalten keine chemischen Zusätze. Tiere und Insekten werden durch Niem an der Fortpflanzung gehindert bzw. von Ort und Stelle vertrieben. So gibt es keine negativen Eingriffe, die die Balance der Natur aus dem Gleichgewicht bringen könnten.
Niem ist für alle Arten von essbaren Pflanzen geeignet. Sollten sich Rückstände auf essbaren Blättern befinden, die Blätter vor dem Verzehr gut waschen.