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ohne Chemie leben

Was die Spanische Wegschnecke betrifft, müssen wir uns über eines im klaren werden:

die abgefressenen Pflanzen in unseren Gärten sind erst der Anfang - wenn wir nicht klug und nachhaltig reagieren.

Ein Schneckenpaar dieser Gattung von Nacktschnecken kann bis zu 400 Eier in einer Saison ablegen. Bei guter Witterung können Sie sogar 2 Generationen im Jahr hervorbringen. Bei einer derartigen Vermehrung tröstet es kaum, dass diese Nacktschnecke nur einige Monate alt wird. Da sie kaum natürliche Feinde hat, also nicht von anderen Tieren gefressen wird, kann sie sich ungehindert vermehren und ausbreiten. Da wird auch das Schneckenkorn nicht viel helfen, wenn man bedenkt, dass 10 tote Schnecken vorher 4000 Eier abgelegt haben. Oder wollen wir am Ende der Kette unseren gesamten Garten mit Chemie verunreinigen?

Ich bin der Meinung, dass chemische Produkte nur kurzfristig helfen. Ich befürchte, dass die Spanische Wegschnecke im Laufe der Jahre eine Resistenz gegen chemische Substanzen entwickeln wird und dass auch diese Produkte eines Tages nicht mehr helfen werden. (siehe auch die katastrophale Situation mit Kopfläusen) Die Generation, die nach dieser Resistenz überlebt, wird der eigentliche grosse Schaden sein, den wir dann zu vermelden haben. Gärten und Landwirtschaft werden dann in grossem Ausmaß betroffen sein. Die Spanische Wegschnecke wäre schliesslich nicht der erste Schädling, der die Chemie überlebt und sich ihr anpaßt

Deshalb denke ich, dass der einzige und nachhaltige Weg in einer Kombination besteht, sie 1. daran zu hindern, sich zu vermehren und 2. sie gleichzeitig zu töten und zu entsorgen.

Tierliebhaber und Tierschützer mögen jetzt vielleicht aufschreien. Ich selbst bin Tierliebhaber und achte die Natur. Aber gerade deshalb sollten wir alles daran setzen, diese Schneckenart weitgehend zu reduzieren. Denn in der Masse richtet die Spanische Wegschnecke so viel Schaden in der Natur an, so dass ich keine standhaften Gegenargumente erkennen kann, sie nicht auf ein hohes Maß zu reduzieren.

Ein interessanter

Zeitungsartikel  beschreibt die Situation in Dänemark. Dort überlegt die Regierung, Arbeitslose im Kampf gegen die Schneckenplage auf den Feldern einzusetzen.